Kurz vorgestellt...

Die aus Ostasien stammende Rasse ist seit ca. 700 Jahren in der Literatur nachweisbar. Die besondere Struktur ihrer Federn machen die Zwergseidenhühner zu einem absoluten Hingucker. Die Struktur ihrer Federn ist auch der Grund warum sie nicht fliegen können und so auch in Ausläufen mit niedrigen Zäunen gut gehalten werden können. Zwergseidis gibt es in den Farbschlägen:

  • rot
  • schwarz
  • gelb
  • weiß
  • gesperbert
  • wildfarben
  • blau
  • perlgrau
  • plattenbunt

Zwergseidenhühner sind begeisterte und zuverlässige Brüterinnen. Ihre Legeleistung liegt bei ca. 120 Eiern im Jahr.

Das Gewicht eines Hahnes liegt bei ungefähr 600g. Eine Henne ist meist leichter und wiegt ca. 500g.

Die Haut dieser Hühner ist schwarzblau, ihre Füße meist leicht befiedert. Ihren Charakter beschriebt man als sanftmütig. Sie werden schnell zutraulich und sind unheimlich neugierig. Als Famielienhühner sind sie mit diesen Eigenschaften bestens geeignet.

Wer vor hat einen Zwergseidenhahn in einem Wohngebiet zu halten, der sollte sich vorher mit seinen Nachbarn unterhalten. Denn wer meint ein Zwerghahn macht auch nur "Zwergen-Krach" der irrt sich. Wenn der Tag anbricht, werden auch die Hühner wach und der kommende Tag wird vom Hahn lautstark begrüßt.

Eine reine Hennentruppe ist wesentlich ohrenschonender. Auch hier kann man hin und wieder lauteres Gezehter vernehmen allerdings wesentlich seltener als einen Hahnenschrei. Haben die Hennen sich bei einem Ausflug aus den Augen verloren oder wird ein Ei gelegt, ein leckeres Würmchen gefunden oder wird man von anderen Lebewesen geärgert hört man ein teilweise lautes "goaaack, goaaack, gack, gack".

Untereinander haben die Hühnchen viele verschiedene Laute um sich miteinander zu verständigen. Wer seine Tiere genau beobachtet lernt schnell etwas über die Sprache der Hühner.

 


Natürlich glückliche Hühner

                 Wie halte ich glückliche Hühner?

Unsere Haushühner, und somit auch die Zwergseidenhühner, haben Bedürfnisse die wir bei der Haltung berücksichtigen sollten wenn wir über artgerechte Haltung von glücklichen Hühnern nachdenken.

 

Sicherheitsbedürfnis

Achtet darauf, dass im Auslauf genügend Sträucher und Bäume vorhanden sind. So haben die Hühnchen bei Gefahr (oder das was sie für Gefahr halten) die Möglichkeit sich zu verstecken. Auch bei Dunkelheit brauchen die Tiere Sicherheit. Ein Abschließbarer Stall ist also absolut nötig.

 

Toben

In freier Wildbahn können Hühner flattern und rennen wohin sie wollen. Der Auslauf sollte also auch für im Garten gehaltene Hühner so groß sein, dass sie dort rennen und mit den Flügeln schlagen können.

 

Scharren

Im Auslauf sind Sand und Erde ein Muss für jedes glückliche Huhn. Auch im Stall kann man dem Trieb der Tiere, mit dem richtigen Einstreu, nachkommen. Dazu eignen sich Stroh, Heu, Hanfschnitzel oder Sägespäne.  

 

Sandbad

Als Schutz vor Parasiten dient den Hühnern das Sandbad. Durch den feinen aufgewirbelten Staub werden die Atemwege der Parasiten verstopft und so sterben sie ab. Anschließend bringen die Hühner durch zupfen ihr Gefieder in Form. Nicht selten folgt der Körperpflege ein ausgiebiges Sonnenbad.

 

Eiablage

In freier Wildbahn bauen sich Wildhühner ihre Nester an geschützten Orten. Auch unsere Hühner bevorzugen bei der Eiablage eher ein verstecktes Plätzchen. Stelle deinen Hühnern eine Kiste zur verfügung in der sie sich zur Eiablage zurückziehen können.

 

 

 


Sinnesleistungen

Sehen

Hühner haben ein großes Gesichtsfeld. Es fehlt ihnen allerdings eine besondere Tiefenwahrnehmung. (Darum drehen sie den Kopf hin und her wenn sie etwas genau betrachten). Kleine bewegliche Objekte können sie dafür bestens anpeilen. Würmer oder Käfer entgehen ihnen also nur selten.

 

Hören

Das Gehör der Hühner ist gut ausgeprägt. Sie können auch leiseste Töne wahrnehmen und Artgenossen oder Familienmitglieder zuordnen. (So hört und erkennt eine Glucke das leise piepsen ihrer Küken)

 

Tastsinn

Im Schnabel und Rachenbereich haben Hühner kleine Tastkörperchen. Mit diesen testen sie die Beschaffenheit des Futters. Größe, Form und Oberfläche werden eingeschätzt und das Tier entscheidet aufgrund dieser Eigenschaften ob Futter gefressen wird oder nicht.

 

Geschmack

Ja, Hühner haben auch einen Geschmacksinn. Allerdings ist für sie Form und Größe des Futters ein wichtigeres Kriterium.

 

Geruchssinn

Nicht besonders ausgeprägt ist ihr Geruchssinn. Trotzdem können sie Mitglieder ihrer Familie am Geruch erkennen.

 


Vorsicht Feinde!!

Wenn ihr eure Hühnchen nicht in einer geschlossenen Voliere haltet, haben sie einige Feinde die es gilt irgendwie fern zu halten. Findet man ein totes Tier im Auslauf fragt man sich oft: Was ist hier passiert? Wie konnte das passieren?

Hier stelle ich euch die Bekanntesten einmal kurz vor.

Marder

 Vorwiegend bewegt er sich am Boden in geeigneter Deckung. Allerdings ist er auch ein guter Kletterer. Wenn es sein muss überklettert er Zäune, kommt Bäume hoch und benutzt Dachrinnen als Kletterhilfe. Durch seinen Körperbau passt er durch die engsten Ritzen und Schlitze.

Wenn er erst einmal ein einen Hühnerstall eingedrungen ist tötet er meist alle Tiere auch wenn er nicht alle fressen kann. Angestachelt wird sein Tötungstrieb dabei wahrscheinlich von dem aufgeregten herumgeflattere der Hühner. Gefressen wird meistens nur ein Tier oder einige Köpfe. Die übrigen getöteten Hühner lässt er zurück.

Fuchs

Besonderes während der Aufzucht der Jungtiere besteht bei den Füchsen ein erhöhter Nahrungsbedarf und so werden oft Haushühner, Gänse oder Enten zu seinen Opfern. Nicht selten verstecken Füchse ihre Beute. Dazu wird ein ca 10cm tiefes Loch gegraben, die Beute hereingelegt und mit lockerer Erde und Blättern wieder abgedeckt. Sein Spürsinn hilft ihm die vergrabene Beute später wieder zu finden. Ihre Beute töten die Füchse und bringen sie dann zu ihrem Bau wo sie dann verspeist wird.

Greifvögel

Wir haben hier am Meisten Ärger mit dem Habicht. Als "Ansitzjäger" lauert er in einiger Entfernung und checkt alle Möglichkeiten für einen Überraschungsangriff ab. Er sitzt oft in großen Bäumen. Seinen Schrei kann man gut erkennen. Man hat fast das Gefühl als würde er "lachen". Mit seinen Füßen greift und tötet er seine Beute.

Hunde und Katzen

Auch für Hunde und Katzen sind die kleinen Hühner interessant. Hier muss man wegen dem Jagdtrieb vorsichtig sein. Nachbars Katzen verjage ich regelmäßig.