Kurz vorgestellt...

Typisch für die Laufente ist ihr aufrechter Gang und ihr flaschenähnlicher Körper. Aufgrund ihrer Proportionen ist die Laufente fast völlig Flugunfähig. (Unsere schwarze Laufente überflattert Hindernisse allerdings regelmäßig ;-) )

Laufenten gibt es in den Farbschlägen:

  • weiß
  • schwarz
  • blau
  • braun
  • erbsgelb
  • wildfarbig
  • forellenfarbig
  • rehfarbig

Ein Erpel wird bis zu 2kg schwer. Eine Ente wiegt so um die 1,3kg.

Laufenten sind wetterhart. Auch im Winter machen ihnen niedrige Temperaturen wenig aus. Während wir über Regenwetter schimpfen fühlen sich die Enten dann so richtig wohl.

Als Wassergeflügel benötigen sie eine Möglichkeit zu Baden. (Wir haben einen kleinen Tümpel und überall auf dem Grundstück Wasserstellen zum Trinken.) Weil sie sehr agil sind benötigen sie viel Platz.

Was für Laufenten auf keinen Fall in Frage kommt ist Einzelhaltung! Mindestens zwei Laufenten sollte man schon zusammen halten. Ich würde sogar zu einem Erpel mit zwei Damen raten. Mehrere Erpel und Enten zusammen zu halten ist sehr schwierig. Reine Damenhaltung ist da schon eher möglich, kann allerdings recht laut werden.

Im Alter von ca. 2 Monaten kann man die Geschlechter ziemlich deutlich an ihrer Stimme erkennen und unterscheiden. Ich würde die Stimme der Mädels als schimpfendes "quäck,quäck,quäck" beschreiben. Während der Erpel ein ruhiges "quaak,quaak" macht.

 


Lieblingsspeise: Schnecke

Laufenten stöbern die Nacktschnecken in ihren Tagesverstecken auf. Besonders bei jungen Enten sollte man darauf achten, dass ihnen genügend Wasser zum herunterspülen der Schnecken zur Verfügung steht.

Vorsicht beim Verfüttern von gesammelten Schnecken! Durch schüsselweises Verfüttern von abgesammelten Schnecken ist schon so manche Laufente erstickt.

Die schwarze Wegschnecke kommt bei unserer Truppe übrigens nicht gut an.


Gefiederpflege

 

Wenn Laufenten nicht gerade auf der Suche nach Futter sind oder ein Nickerchen halten, dann kümmern sie sich um ihre Körperpflege. Das tun sie äußerst ausgiebig und gründlich.

Sind Enten nicht gesund sieht man es schnell am Zustand ihres Gefieders.

Nach einem ausgiebigen Bad, sieht es fast so aus als würden sie mit ihrem Schnabel jede einzelne Feder wieder an die rechte Stelle zupfen.

Enten wechseln ihr Gefieder übrigens zweimal im Jahr. Diesen Federwechsel nennt man: Mauser.

Die Mauser geht meistens mit einem Farbwechsel einher.

 

Die 1.Mauser erfolgt im Sommer. Nach Abschluss der Hauptlegeperiode. Hier wird das Gefieder fast vollständig ausgetauscht.

Die 2.Mauser findet im Herbst statt. Sie ist aber nicht so umfassend wie die Erste.

Während der Mauser haben die Laufenten einen erhöhten Energiebedarf. Weil ihnen Teile ihres Federkleides fehlen geht einfach mehr Körperwärme verloren.

Den erhöhten Energiebedarf gleichen sie über die Menge des Futters das sie fressen aus.

Während dieser Zeit sehen die Enten teilweise etwas gerupft aus. Es besteht aber kein Grund zur Sorge.


Enteneier...

Laufenten haben eine Legeleistung von ungefähr 50 - 150 Eiern im Jahr. Abhängig vom Gesundheitszustand der Enten und den Witterungsverhältnissen. Die Legeperiode beginnt ungefähr im März und dauert bis in den Herbst hinein an. Manche Enten beginnen mit dem Legen noch in dem Jahr in dem sie geschlüpft sind, andere erst im Jahr darauf.

Da kommt schnell die Frage auf: Wohin mit den ganzen Eiern?

Genau wie Hühnereier sind Laufenteneier für den Einsatz in der Küche geeignet.

Geschmacklich unterscheiden sie sich kaum von den etwas kleineren Hühnereiern. Ihre Schale ist etwas dicker und Enteneier haben einen größeren Dotteranteil. Angeblich sind Enteneier anfälliger für Salmonellenbefall und sind darum etwas in Verruf geraten. Im Handel angebotene Eier müssen den Stempel "8Minuten kochen" tragen. Am besten verwendet man sie also hart gekocht oder zum backen. (Bekannte von uns benutzen sie regelmäßig zur Herstellung von Eierlikör.)

Die Eier sammelt man am besten am Morgen. Eier die zum Verzehr gedacht sind sollten im Kühlschrank gelagert werden.

Bruteier

Auch Bruteier sammelt man am Morgen aus dem Stall. Sollen die Eier nicht sofort in das Brutgerät gelegt werden muss man sie noch lagern. Wichtig dafür ist die Richtige Temperatur. Diese sollte nicht zwischen 8 - 15 Grad Celsius liegen und die Eier sollten jeden Tag mindestens einmal gewendet werden. Direkte Sonneneinstrahlung sowie Zugluft sollten vermieden werden. Die Lagerung sollte einen Zeitraum von 14 Tagen nicht unbedigt überschreiten.

Nicht jedes Ei ist ein geeignetes Brutei. Zu große oder zu kleine Eier eignen sich genauso wenig wie Beschädigte.

Ein kleiner Tipp...

 

 

Dieses Buch kann ich allen Laufi-Haltern und denen die es werden wollen nur empfehlen. Die Autorin hat echt Ahnung und ein Herz für die Schneckenfresser. So ist das Buch auch geschrieben.